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Glossar
Technische Daten induktiver Wegaufnehmer
Nennmeßweg   Der Nennmeßweg gibt den Meßbereich an, für den der Aufnehmer ausgelegt ist. Durch das Meßprinzip bedingt, liegt der Aufnehmernullpunkt bei Differentialtransformatoren und Differentialdrosseln in der Mitte. Die Verlagerung des Nullpunktes in eine Endlage des Meßbereiches ist nur mit Hilfe des Verstärkers möglich. Bei Monodrossel-Aufnehmern liegt der Nullpunkt am Anfang des Nennmeßweges. (MESSOTRON-Wegaufnehmer WP)
Arbeitsspanne   Die Arbeitsspanne gibt den Weg an, den der Wegaufnehmer erfassen kann. Die technischen Daten, insbesondere der maximale Linearitätsfehler, werden aber nur für den Nennmeßweg garantiert.
Nennausgangssignal   Das Nennausgangssignal gibt die Meßspannung pro Volt Speisespannung für den Nennmeßweg an. Wegsensoren können auf ein bestimmtes Nennausgangssignal kalibriert werden, z.B. auf 80 mV/V. Dies erlaubt einfachen Sensorwechsel ohne größere Einstelländerungen an der Messelektronik und schafft hiermit eine hohe Flexibilität im Versuchsaufbau.
->(Messotron bietet das umfangreichste Spektrum an 80mV/V Sensorik)
Empfindlichkeit   Die Empfindlichkeit gibt die Meßspannung pro Volt Speisespannung und pro Millimeter Meßweg an.
Speisespannung   Die Speisespannung des Wegaufnehmers kann in weiten Bereichen frei gewählt werden. Sie gibt an, wie groß die Erregerspannung des Oszillators maximal werden kann, ohne daß störende thermische Effekte im Aufnehmer auftreten.
Trägerfrequenz   Die Trägerfrequenz ist die Frequenz der Speisespannung, mit welcher der Wegaufnehmer betrieben werden sollte. Übliche Werte sind 5 oder 10 kHz.
Auflösungsvermögen   Induktive Wegaufnehmer liefern bei statischen Messungen eine stetige Anzeige, Auflösungssprünge in der Anzeige sind praktisch nicht erkennbar. Bei dynamischen Messungen wird die Auflösung durch die elektrischen Rauschspannungen von Aufnehmer und Verstärker begrenzt. Als Richtwert kann bei einem übertragenen Frequenzband bis 500 Hz mit einer Auflösung von 1/10000 des Nennmeßweges gerechnet werden.
Linearitätsfehler   Der Linearitätsfehler gibt an, wie groß die Abweichung des Meßsignals von der besten durch den Nullpunkt gehenden Gerade sein darf und wird bezogen auf den Gesamtmeßweg angegeben. MESSOTRON-Wegaufnehmer haben normalerweise einen Linearitätsfehler von maximal  ±0,5%. Abhängig von der Bauform können die Wegaufnehmer auch mit geringeren Linearitäts-fehlern von  ±0,25% oder  ±0,1% geliefert werden.
Temperaturfehler   Meßgeräte weisen grundsätzlich Fehler durch Temperaturschwankungen auf. Bei induktiven Wegaufnehmern unterscheidet man zwei Wirkungen infolge Temperaturveränderung: - Der Temperaturfehler des Nullpunktes verlagert den Aufnehmernullpunkt und damit alle Meßwerte um den gleichen Betrag. Er wird auf den Nennmeßweg bezogen. - Der Temperaturfehler der Empfindlichkeit beziffert die maximale temperaturbedingte Abweichung des Meßsignals von dem Wert, der dem Meßweg entspricht. Er wird auf den Ist-Wert bezogen.
Schutzart nach DIN 40050   Die induktiven Wegaufnehmer von MESSOTRON sind in der Regel staubdicht nach DIN 40050, IP 65, und können bei Bedarf wasserdicht (IP 66) und druckfest ausgeführt werden. Wenn die Gefahr des Eindringens von Fremdkörpern in den Spalt zwischen Aufnehmer und bewegtem Anker besteht, muß diese Stelle jedoch durch zusätzliche Maßnahmen gesichert werden.
Betriebs- und Prüfdruck   Die Kapselung der druckfesten Wegaufnehmer von MESSOTRON wird für Betriebsdrücke zwischen 120 bar und 450 bar ausgelegt. Im allgemeinen treten in einem technischen System jedoch kurzzeitig Druckspitzen auf, die den Betriebsdruck deutlich übersteigen. Deshalb sind die Wegaufnehmer bis in Höhe des Prüfdruckes überlastbar. Der Wegaufnehmer sollte aber nicht dauerhaft mit dem Prüfdruck belastet werden. Für höhere Betriebsdrücke als angegeben, können Sonderbauformen angefertigt werden.